Hier finden Sie einige Artikel aus der gedruckten Ausgabe des Gemeindebriefes. Diese bleiben auch weiterhin online abrufbar und können über die Suchleiste leicht gefunden werden.

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Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

 

wir sind im 6. Jahr der Lutherdekade, dem Countdown auf 2017, dem 500sten Jahrestag des Thesenanschlages. Jedes Jahr hat ein Schwerpunktthema, immer ein Schwerpunkt unseres Glaubens. Beichte, Taufe und Abendmahl haben wir schon betrachtet, in diesem Jahr heißt der Schwerpunkt: Gemeinde.

 

„Ich glaube an die Gemeinde der Heiligen!“ Das ist uns ein wichtiger Bekenntnissatz. Die Gottesdienstgemeinde sagt das Sonntag für Sonntag. Und? Glauben wir wirklich daran? Gemeinde als ein Zuhause, als ein Ort guter Gemeinschaft, als ein Hort der Geborgenheit – ist das unsere Wirklichkeit? Erleben wir so Gemeinde?

 

Viele sehnen sich nach Gemeinschaft, machen aber einen Bogen um die Gemeinde. Gottesdienst ja, aber bitte nicht mehr. Angst und Misstrauen machen uns vorsichtig. Sind es schlechte Erfahrungen, die uns so zurückhaltend machen? Oder ist uns der Gedanke Gemeinschaft zu erleben viel zu schön um wahr zu sein?

 

Gemeinschaft in der Kirche heißt immer Gemeinschaft mit Christus, das will sagen: sie fängt immer am Altar an, dort wo Christus sich mit uns verbindet, wo er uns vergibt, wo er uns annimmt und stärkt. Das ist die Voraussetzung der Gemeinde der Heiligen. Das befähigt uns Vertrauen zu den Glaubensgeschwistern zu wagen und Gemeinschaft zu erleben, die Gemeinschaft der begnadeten Sünder, weil wir alle mit Christus verbunden sind.

 

Ich wünsche uns allen gute Gemeinschaft in der Gemeinde der Heiligen

 

 

Ihr/Euer Pastor Eckhard Kläs

 

 

 

Martin-Luther-Gemeinde      m – l – g      miteinander-lebendig-glauben

 

Gemeinde ist etwas Wunderbares. Gemeinde –darin steckt ‚gemeinsam’ und ‚Gemeinschaft’. Niemand stolpert gern allein durchs Leben, niemand möchte einsam sein, jeder sehnt sich nach Gemeinschaft.

Gott sei Dank, es gibt Gemeinde. Wir können uns treffen und reden, wir können so Vieles gemeinsam tun: Gottesdienst feiern, Bibel lesen, Fragen stellen und erörtern, gemeinsam Antworten suchen, wir können gemeinsam musizieren, singen, Instrumente spielen, einfach nur zuhören, wir können uns besuchen, Zeit miteinander verbringen, feiern und fröhlich sein, wir können gemeinsam arbeiten, jede(r) kann sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten einbringen. In einer Gemeinschaft kann man sich ergänzen, der eine hat das, was der andere nicht hat oder die eine kann das, was die andere nicht so gut kann. Gott sei Dank, dass es Gemeinde gibt.

 

Die Bibel bringt hervorragende Bilder für Gemeinde. Der Apostel Paulus spricht vom Leib Christi. Christus ist das Haupt und wir, die Gemeinde, sind der Leib, Glieder am Leib Christi. Das macht deutlich: Ein Glied hängt am andern, ein Glied hilft dem andern, eins braucht das andere, und kein Glied ist unnütz, keins ohne Funktion oder Aufgabe. Paulus schreibt: „So sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied“ (Röm. 12 Vers 5), (siehe auch 1. Korinther 12).

 

Das wohl schönste Bild der Bibel für Gemeinde ist Hirte und Herde. „Der gute Hirte weidet seine Schafe! Er weidet auf grüner Aue und führt zum frischen Wasser; er erquickt die Seele“ und wenn die Lebenswege schwierig werden, finster werden, heißt es: „fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ Er führt sie zum Leben. Er sucht sogar verirrte und auf Abwege gekommene Glieder seiner Herde. „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben“, das sagt der gute Hirte von seiner Herde.

 

Dieses Wunderwerk Gemeinde zeigt sich am Sonntag. Die Gemeinde versammelt sich, weil sie zusammen gehört. Der Leib Christi wird ein Stück weit sichtbar. Die Herde versammelt sich um den guten Hirten und hört auf seine Stimme, lässt sich zum frischen Wasser führen, die Seele erquicken und zum Mahl einladen, zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heils.

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“ „Ich glaube an die Gemeinde der Heiligen!“         ek

Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

 

wir haben einen Kalender geschenkt bekommen, der geht vom 1. Advent bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar. Er trägt den Titel: „Der andere Advent“. Im Vorwort heißt es:

 

„Hören Sie es auch? Sie kommt, die andere Zeit! Der Advent hat seine eigenen leisen Klänge. Die werden allerdings oft von der Hektik dieser Wochen übertönt. Wir wollen Sie daher ermuntern, wenigstens einmal täglich zur Ruhe zu kommen. Nehmen Sie sich zwölf Minuten Zeit. Lassen Sie sich von Texten, Liedern und Bildern zum Nachdenken, Meditieren und Diskutieren anregen…“

So ist die Adventszeit ja auch eigentlich gemeint: Vorbereitungszeit auf Weihnachten, auf dieses große Geheimnis: Gott wird Mensch, dir Mensch zu gute!

 

So kann ich nur empfehlen: Gönnt Euch das Zurückziehen in die Stille, zündet die Kerze(n) auf dem Adventskranz an. Lest, besser singt die Adventslieder. Lest die Abschnitte der Heiligen Schrift zu Advent, wie sie z.B. im Gesangbuch zu finden sind. Darum geht es doch; dass wir seinen Advent vorbereiten: „Siehe, dein König kommt zu dir!“

 

Und dann lasst uns die Gottesdienste feiern. „Begegnet ihm auf Erden!“ Unsere Gottesdienste wollen Oasen sein, Stationen zum Ausruhen und zum Auftanken.

 

So wünsche ich uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

 

 

 

 

Ihr/Euer Pastor Eckhard Kläs, Sup.