Gemeinde ist etwas Wunderbares. Gemeinde –darin steckt ‚gemeinsam’ und ‚Gemeinschaft’. Niemand stolpert gern allein durchs Leben, niemand möchte einsam sein, jeder sehnt sich nach Gemeinschaft.

Gott sei Dank, es gibt Gemeinde. Wir können uns treffen und reden, wir können so Vieles gemeinsam tun: Gottesdienst feiern, Bibel lesen, Fragen stellen und erörtern, gemeinsam Antworten suchen, wir können gemeinsam musizieren, singen, Instrumente spielen, einfach nur zuhören, wir können uns besuchen, Zeit miteinander verbringen, feiern und fröhlich sein, wir können gemeinsam arbeiten, jede(r) kann sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten einbringen. In einer Gemeinschaft kann man sich ergänzen, der eine hat das, was der andere nicht hat oder die eine kann das, was die andere nicht so gut kann. Gott sei Dank, dass es Gemeinde gibt.

 

Die Bibel bringt hervorragende Bilder für Gemeinde. Der Apostel Paulus spricht vom Leib Christi. Christus ist das Haupt und wir, die Gemeinde, sind der Leib, Glieder am Leib Christi. Das macht deutlich: Ein Glied hängt am andern, ein Glied hilft dem andern, eins braucht das andere, und kein Glied ist unnütz, keins ohne Funktion oder Aufgabe. Paulus schreibt: „So sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied“ (Röm. 12 Vers 5), (siehe auch 1. Korinther 12).

 

Das wohl schönste Bild der Bibel für Gemeinde ist Hirte und Herde. „Der gute Hirte weidet seine Schafe! Er weidet auf grüner Aue und führt zum frischen Wasser; er erquickt die Seele“ und wenn die Lebenswege schwierig werden, finster werden, heißt es: „fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“ Er führt sie zum Leben. Er sucht sogar verirrte und auf Abwege gekommene Glieder seiner Herde. „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben“, das sagt der gute Hirte von seiner Herde.

 

Dieses Wunderwerk Gemeinde zeigt sich am Sonntag. Die Gemeinde versammelt sich, weil sie zusammen gehört. Der Leib Christi wird ein Stück weit sichtbar. Die Herde versammelt sich um den guten Hirten und hört auf seine Stimme, lässt sich zum frischen Wasser führen, die Seele erquicken und zum Mahl einladen, zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heils.

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“ „Ich glaube an die Gemeinde der Heiligen!“         ek