„Das ist doch selbstverständlich!“ „Das ist nicht (oder nicht mehr) selbstverständlich!“ Ein großer Wandel ist im Gange. Was einmal selbstverständlich war, ist überhaupt nicht mehr selbstverständlich.

 

Selbstverständlich meint eine innere logische Konsequenz, wenn A, dann auch B. „Selbstverständlich“ braucht also Einsicht, Überzeugung und Konsequenz, also Übung und  Training, damit es zur Gewohnheit wird.

 

Ein gutes Beispiel ist die Sache mit dem Zähneputzen. Es ist für Eltern und Kinder ein mühevoller Weg, ein Weg mit Widerstand und Ergebung, ein Weg mit Vormachen und Nachmachen, ein Weg mit viel Ausdauer, Einrede und Übung, aber ein Weg, der irgendwann eingesehen und damit selbstverständlich wird. Es wächst also die Einsicht, sie wird zur Überzeugung und führt zur Konsequenz, zu einer guten Angewohnheit, es ist auf einmal selbstverständlich.

 

Was tun wir nicht alles für die Sozialisation unserer Kinder. Was ist denn mit der christlichen Sozialisation? Fällt die im großen Wandel hinten runter? Was ist (noch) selbstverständlich?

 

 

Natürlich ist es selbstverständlich, dass Christen sich sonntags treffen und sich um ihren auferstandenen HERRN versammeln, dass sie Gottesdienst feiern! „Gedenke des Feiertages, dass du ihn heiligst!“ Das gilt ohne Wenn und Aber. „Wir feiern Gottesdienst!“ Das ist selbstverständlich.

 

Der gute Hirte sammelt seine Herde und führt sie zum frischen Wasser und auf grüne Aue. Es geht um Stärkung und Wohlbefinden. Es ist doch selbstverständlich, dass kein Schaf fehlen möchte. Auch die Kleinen rennen mit. Ihre Mutter ist ihnen zwar noch wichtiger als der gute Hirte, aber sie rennen mit, ganz selbstverständlich, und irgendwann hören sie auch auf die Stimme des guten Hirten–ganz selbstverständlich

 

Sonntag ist der Tag des HERRN. Er versammelt seine Gemeinde, er redet freundlich zu den Seinen, vergibt alle Schuld und deckt uns den Tisch, er will stärken und kräftigen und verletzte Seelen heilen. Sonntag ist der Tag des HERRN!

 

„Das ist doch selbstverständlich!“ Es braucht Einsicht in diese innere Logik, Überzeugung und dann auch Konsequenz, die gute Angewohn-heit selbstverständlich werden zu lassen.                                    ek